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	<title>Jan's EUblog</title>
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	<description>Europe, the Green Economy, politics and what else matters</description>
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		<title>Neuer Fahrplan für die Barroso-2 Kommission</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 12:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen entscheidet das tschechische Verfassungsgericht über die Klage einiger Senatoren gegen den Lissabon Vertrag. Sollte das Gericht sein OK geben, kann Vaclav Klaus schon übermorgen unterschreiben. Wenn er denn möchte. Denn der alte Fuchs hat sich einen überaus aktiven Reiseplan für den November verordnet, so dass Beobachter sich fragen, ob er die Unterzeichnung damit noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen entscheidet das tschechische Verfassungsgericht über die Klage einiger Senatoren gegen den Lissabon Vertrag. Sollte das Gericht sein OK geben, kann Vaclav Klaus schon übermorgen unterschreiben. Wenn er denn möchte. Denn der alte Fuchs hat sich einen überaus aktiven Reiseplan für den November verordnet, so dass Beobachter sich fragen, ob er die Unterzeichnung damit noch weiter hinauszögern möchte.</p>
<p>Wie ginge es nach der Unterzeichnung weiter?</p>
<p>Der Vertrag tritt zum 1. des Folgemonats in Kraft &#8211; nach der Hinterlegung der unterschriebenen Ratifizierungsurkunden in Rom. Sollte Klaus mitspielen kann der Lissabon Vertrag also zum 1.12. in Kraft treten. Sollte sich dieser Fahrplan bestätigen, steht der 12.11. für einen informellen Sonder Gipfel im Raum, um das Personalpaket zu schnüren. Über dieses wurde auf dem Europäischern Rat letzte Woche nicht verhandelt (auch wenn die Spekulationen natürlich weiter gehen mit jedem Treffen). Die Regierungen werden informell die Ressortverteilung innerhalb der Kommission mit Barroso abstimmen, müssen aber formell drei Posten besetzen: den Präsidenten des Europäischen Rates, den Hohen Beauftragten und einen Ratsgeneralsekretär. Letztere waren bisher in Personalunion. Die Aufwertung des Hohen Vertreters (= Außenminister) wird wohl dazu führen, dass für die interne Organisation des Rates weniger Zeit bleibt und diese Rolle somit auch separat besetzt wird. Bisher ist sie auch faktisch stark vom stellvertretenden Generalsekretär des Rates, dem Franzosen <a href="http://europa.eu/whoiswho/public/index.cfm?fuseaction=idea.hierarchy&amp;nodeID=9474&amp;personID=32140&amp;lang=de" target="_blank">Pierre de Boi</a><a href="http://europa.eu/whoiswho/public/index.cfm?fuseaction=idea.hierarchy&amp;nodeID=9474&amp;personID=32140&amp;lang=de" target="_blank">ssieu</a> ausgefüllt worden.</p>
<p>Sollten die Anhörungen der designierten Kommissare schnell verlaufen, könnte die komplette neue Kommission zum 1.1.2010 ihre Arbeit aufnehmen. Im EP werden dafür schon die Kalender gewelzt, um rechtzeitige Anhörungen noch vor der Weihnachtspause zu organisieren.</p>
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		<title>Chasing Brussels podcast</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 16:04:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Together with fellow EU bloggers Julien Frisch, Joe Litobarski and Conor Slowey, we have started the EU politics podcast &#8220;Chasing Brussels&#8221;. We aim to release a podcast every (other) week. The format is that 2-4 of us are debating a current EU topic of our interest for 15-30 minutes.
Please find our first two recordings on [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/10/podcast.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-603" title="Podcast" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/10/podcast-150x150.jpg" alt="Podcast" width="150" height="150" /></a>Together with fellow EU bloggers <a href="http://julienfrisch.blogspot.com/" target="_blank">Julien Frisch</a>, <a href="http://joelitobarski.com/" target="_blank">Joe Litobarski</a> and <a href="http://theeuropeancitizen.blogspot.com/" target="_blank">Conor Slowey</a>, we have started the EU politics podcast &#8220;Chasing Brussels&#8221;. We aim to release a podcast every (other) week. The format is that 2-4 of us are debating a current EU topic of our interest for 15-30 minutes.</p>
<p>Please find our first two recordings on Joe&#8217;s website. Our <a href="http://joelitobarski.com/politics/chasing-brussels/episode-02/" target="_blank">first debate</a> was on the outcome of the German election and its implications for the EU. The <a href="http://joelitobarski.com/politics/chasing-brussels/episode-03/" target="_blank">second debate</a> was recorded on monday night (me moderating) and focuses on the Irish referendum. &#8211; Many thanks to Joe for editing the recordings and putting them online!</p>
<p>In the future you can find all the podcasts on our <a href="http://www.chasingbrussels.eu" target="_blank">Chasing Brussels website</a> and you can follow us on <a href="http://twitter.com/chasingbrussels" target="_blank">Twitter</a>. In the coming weeks we shall also try to register through iTunes.</p>
<p>Any feedback is very much appreciated!<span id="more-602"></span></p>
<p>[image from cc/flickr <a href="http://www.flickr.com/photos/abletoven/" target="_blank">Colleen AF Venable</a>]</p>
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		<title>Schleswig-Holsteins Überhangmandate</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 23:06:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige fragen immer wieder nach, wie es denn in Schleswig-Holstein nach der Landtagswahl mit der Sitzverteilung nach den verschiedenen Szenarien aussieht.Heute sollte der Landeswahlausschuss eigentlich darüber befinden, hat sich aber laut WELT aber auf Freitag nächster Woche vertagt. Die Situation sieht im Moment folgendermaßen aus:
Die Wahlleiterin hat das Ergebnis so festgelegt, dass jedes CDU Überhangmandat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige fragen immer wieder nach, wie es denn in Schleswig-Holstein nach der Landtagswahl mit der Sitzverteilung nach den verschiedenen Szenarien aussieht.Heute sollte der Landeswahlausschuss eigentlich darüber befinden, hat sich aber <a href="http://newsticker.welt.de/index.php?channel=pol&amp;module=dpa&amp;id=22610494" target="_blank">laut WELT</a> aber auf Freitag nächster Woche vertagt. Die Situation sieht im Moment folgendermaßen aus:</p>
<p>Die Wahlleiterin hat das Ergebnis so festgelegt, dass jedes CDU Überhangmandat durch ein Ausgleichsmandat ausgeglichen wird. Damit ergibt sich folgende Sitzverteilung, in der CDU + FDP eine Mehrheit haben: CDU 34, SPD 25, FDP 15, Grüne 12, Linke 5, SSW 4.</p>
<p>Diese Interpretation kann zuerst einmal vom Landeswahlausschuss mit der Mehrheit der Stimmen gekippt werden. Durch die bisherigen Festlegungen von<span id="more-600"></span> CDU, SPD und SSW ergibt sich dafür aber keine Mehrheit. Lediglich Linke und Grüne haben bekundet, gegen die aktuelle Interpretation zu stimmen. Damit wird das Ergebnis so auch festgestellt werden. Nach der Feststellung bleibt nur der Weg über die Gerichte. Auch hier ist nicht ganz klar, wie dieser funktioniert und wer überhaupt klageberechtigt ist. Dies wird derzeit z.B. von den Grünen geklärt. &#8211; Zumindest die Linke hat aber erklärt, dass sie klagen werde (wenn sie denn darf&#8230;).</p>
<p>Sollte sich nun wider erwarten doch die alternative Interpretation der Ausgleichsmandate durchsetzen, dann sieht die Sitzverteilung nach Berechnung der Grünen folgendermaßen aus: CDU 34, SPD 28, FDP 16, Grüne 13, Linke 6, SSW 4. In dieser Konstellation ergäben sich dann klare Mehrheiten nur für CDU-SPD, die Ampel (von der FDP abgelehnt) oder Jamaika (keine großen Freunde bei den Grünen). Da Mehrheiten mit dem SSW und auch eine komplette Linksallianz nur über jeweils eine Stimme Mehrheit verfügen, sind diese nach dem Simonis Desaster von 2005 wohl auszuschließen. Bleiben in dem Fall nur Neuwahlen?</p>
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		<title>Green Economics from a Youth Perspective</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 19:01:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[A group of young European Greens has just published an excellent reader about Green Economics. The paper covers many economic approaches from a young, practical perspective and also proposes ideas and solutions for a more sustainable future.
Check out the reader or the nice 13-minute video! More information on their blog.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>A group of young European Greens has just published an excellent reader about Green Economics. The paper covers many economic approaches from a young, practical perspective and also proposes ideas and solutions for a more sustainable future.</p>
<p>Check out <a href="http://www.younggreeneconomy.org/wp/wp-content/uploads/2009/08/Publication-compressed.pdf" target="_blank">the reader</a> or the nice 13-minute <a href="http://www.younggreeneconomy.org/wp/towards-a-sustainable-economy/young-greens-talk-economics-vid/" target="_blank">video</a>! More information on their <a href="http://www.younggreeneconomy.org/" target="_blank">blog</a>.</p>
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		<title>Overview of new EU Commission 2009-2014</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 00:36:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Back to business and to good old (coz it doesnt look like very innovative) EU politics. People keep on asking me who the new Commissioners will be and I should share my (non existing) insight here.
Besides the ongoing struggles of Barroso to get himself appointed, I assume Socialists and Liberals will eventually bow in and [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/comhistory.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-589" title="Former Commissions" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/comhistory.gif" alt="Former Commissions" width="361" height="71" /></a>Back to business and to good old (coz it doesnt look like very innovative) EU politics. People keep on asking me who the new Commissioners will be and I should share my (non existing) insight here.</p>
<p>Besides the ongoing struggles of Barroso to get himself appointed, I assume Socialists and Liberals will eventually bow in and re-elect him as President already in September to send a signal to Ireland. This means that the Portugese portfolio is sorted. How does it look for other countries? I would divide up the table in three different groups: quasi-safe nominations, likely nominations and unpredictable races.</p>
<p><strong>The already appointed</strong></p>
<p><strong>Belgium</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/degucht/index_en.html" target="_blank">Karel de Gucht</a>, Flemish Liberal (ELDR), the Louis Michel replacement was nominated to stay, has 5-year experience as Belgian foreign minister<br />
<strong>Portugal</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/president/index_en.htm" target="_blank">Barroso</a> (even though the government is leftist&#8230; but they remain happy to keep him away from Portugal so that the division in the conservative party continues), EPP</p>
<p><strong>Likely nominiations</strong></p>
<p><strong>Estonia</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/kallas/index_en.htm" target="_blank">Siim Kallas</a>, Reform Party (ELDR), did a good, likes to continue and is apparently likely to be re-nominated<br />
<strong>Finland</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/rehn/index_en.htm" target="_blank">Olli Rehn</a>, Center Party (ELDR) will continue; after doing a great job in the enlargement portfolio he hopes to become EU foreign minister and he might have chances, his re-appointment was part of the coalition agreement<br />
<strong>France</strong>: <a href="http://www.europarl.europa.eu/members/expert/alphaOrder/view.do?language=EN&amp;id=72776" target="_blank">Michel Barner</a>, UMP (EPP)<span id="more-581"></span>, the former Commissioner and recent agricultural minister led the UMP list to the EP elections. He is the official candidate of the Sarkozy government but it could still happen that Christine Lagarde will become Commissioner if the French secure a key economic portfolio like competition policy (you would have to be a mad Commission president to do that&#8230;)<br />
<strong>Ireland</strong>: Pat Cox, ELDR, if the Lisbon Treaty <a href="http://blogs.euobserver.com/mahony/2009/06/23/the-return-of-pat-cox/" target="_blank">goes through</a> in the referendum, for which he heads the yes campaign<br />
<strong>Italy</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/tajani/index_en.htm" target="_blank">Antonio Tajani</a>, Berlusconi Party (EPP), current transport Commissioner seems to continue because Frattini is needed in Italy. However, there have been recent rumours that Frattini might become EU foreign minister. Also, there is the option that <a href="http://www.europarl.europa.eu/members/public/geoSearch/view.do?language=EN&amp;partNumber=1&amp;country=IT&amp;zone=Nord-Occidentale&amp;id=4393" target="_blank">Mario Mauro</a> will become Commissioner for not having been elected EP president<br />
<strong>Lithuania</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/semeta/about/cv/index_en.htm" target="_blank">Algirdas Šemeta</a>, has only just replaced Budget Commissioner Grybauskaite and was first tipped as a temporary solution but is now likely to stay. Given this economics background I would not even be surprised if he kept the portfolio<br />
<strong>Luxemburg</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/reding/index_en.htm" target="_blank">Viviane Reding</a>, EPP, was elected as MEP but did not take her mandate, would apparently like to continue and might achieve a high-profile portfolio<br />
<strong>Poland</strong>: <a href="http://www.europarl.europa.eu/members/expert/groupAndCountry/view.do?partNumber=1&amp;group=2952&amp;country=PL&amp;language=EN&amp;id=23781" target="_blank">Janusz Lewandowski</a>, PO (EPP), former chair of EP budget committee and <a href="http://euobserver.com/886/28361" target="_blank">apparent nominate of the Tusk government</a> with declared interest in a key industrial/economic portfolio<br />
<strong>Slovenia</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/potocnik/indexfl_en.htm" target="_blank">Janez Poto?nik</a>, not really party-affiliated, there is agreement in the Slovene government to re-appoint him and hope for a more exciting portfolio<br />
<strong>Spain</strong>: <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/almunia/index_en.html" target="_blank">Joaquin Almunia</a>, PES &#8211; more than likely to continue, going for a big portfolio again as second-term Commissioner from an almost big member state, solid record and possibly highest ranking Social Democrat in the new Commission<br />
<strong>Sweden</strong>: <a href="http://carlbildt.wordpress.com/" target="_blank">Carl Bildt</a>, Moderaterna (EPP), Sweden&#8217;s foreign minister, former prime minister; he would obviously like to take the complete foreign relations portfolio (EU foreign minister) as created by the Lisbon Treaty but probably will not get it (my bet is on Olli Rehn)<br />
<strong>United Kingdom</strong>: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Shriti_Vadera,_Baroness_Vadera" target="_blank">Shriti (Baroness) Vadera</a>, Labour (PSE), Catherine Asthon will be surely replaced by &#8220;Shitty&#8221; Vadera as she is also called. Unfortunately, the high-fly names of Lord Patten and Tony Blair ring well in the ears, but Jon has more why they will not make it &#8211; and Brown prefers to have someone low-profile</p>
<p><strong>Germany</strong>: it really depends on the outcome of the national elections. Should the CDU lead the government, it is more than likely that they will also nominate the next Commissioner. This will probably be current Interior Minister Wolfgang Schäuble. Should the Social Democrats be able to join the Commissioner this is supposed to be Martin Schulz, PES leader in the EP.</p>
<p><strong>Unpredictable races or simply do not know<br />
</strong></p>
<p>maybe I should have put Germany here?</p>
<p><strong>Austria</strong>: very interesting case&#8230; Ferrero-Waldner thought her time is over and attempted to get a UNESCO job (I don&#8217;t know if that story is already over). The Social Democrats apparently think that they should get the Commissioner but also the Conservatives are still in the game. I hear former Chancelor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Gusenbauer" target="_blank">Alfred Gusenbauer</a> (PES) has best chances for the left, and Ursula Plassnik and Wolfang Schüssel on the right (EPP).<strong><br />
Bulgaria</strong>: hast just elected the populist GERB (EPP) party to government and will most likely see a nomination from their environment but Meglena Kuneva is surely not the chosen one<strong><br />
Cyprus</strong>: no idea but have also not heard why <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/vassiliou/myprofile_en.htm" target="_blank">Androulla Vassiliou</a> would not continue<strong><br />
Czech Republic</strong>: no government and no elections in time to be a dedicated player in the game. It might be that Spidla continues until a new government has formed but you can be sure that he is out right after.<strong><br />
Denmark</strong>: Fischer Boel did a decent job (but is approaching retirement age &#8211; not that this has ever stopped any politician). Word is that she has been offered Commission Vice-President. But domestic DK politics might have a word here as well and a cabinet re-shuffle is soon expected. Eva Kjer Hansen (agriculture minister) is domestic front-runner for Commissioner whereas Bertel Haarder (minister for education) is also very keen. What is sure is that the next Commissioner will be from Venstre (ELDR) again<strong><br />
Greece</strong>: Stavros Dimas is rumoured not to continue (even though interested) and the New Democracy party (EPP) will definitely nominate one of their own<strong><br />
Hungary</strong>: no idea&#8230; the Socialist government is in a mess and the &#8220;conservatives&#8221; will take over as soon as they get to have national elections. Until then maybe Laszlo Kovac could even continue?<strong><br />
Latvia</strong>: no idea as that state might be well bankrupt by then&#8230; it might well be that Andris Piebalgs may continue<br />
<strong>Malta</strong>: to be honest I do now know &#8211; except for that I assume that the National Party (EPP) will again nominate. And why not re-appoint Joe Borg?<br />
<strong>Netherlands</strong>: not really clear as to which party will propose &#8211; Labour or Christian Democrats (CDA). <a href="http://www.minbuza.nl/en/The_Ministry/Ministers/European_Affairs_Minister_Frans_Timmermans" target="_blank">Frans Timmermans</a>, Dutch Labour Party (PES), current minister for Europe with strong EU and international experience has good chances to succeed Neelie Kroes as her party is not in government anymore and she has approached retirement age. At the same time she earned herself a very good name in recent competition policy work. If things move towards CDA one option is Prime Minister Balkenende who might end up as the lucky one, should Barroso not be able to attract support by October, or even as EU Council president (and then probably the Commissioner for Labour)<br />
<strong>Romania</strong>: no idea as government is also a bit unpredictable. But if they do not send a more known &#8211; and respected (!) person, they might be &#8220;orbanised&#8221; again<br />
<strong>Slovakia</strong>: I don&#8217;t know&#8230; <a href="http://ec.europa.eu/commission_barroso/figel/index_en.htm" target="_blank">Jan Figel</a> (EPP) did an OK job but I am not sure if the populist government will replace him</p>
<p><strong>Portfolios</strong></p>
<p>This is the most difficult thing to say. First of all, much depends on whether the Lisbon Treaty is accepted in Ireland &#8211; but then again, you don&#8217;t know what is still coming up in countries like the Czech Republic&#8230; Moreover, the new Commission President needs to assign the portfolios and he needs to be put in place first. I would not bet anything here except that the both the four big member states and second-term Commissioners who did a good job (Reding, Kallas, Almunia etc) are likely to attract the interesting portfolios.</p>
<p>I will try to keep this list updated in coming weeks as events and rumours unfold. You might also like to have a look at <a href="http://www.euractiv.com/en/opinion/new-european-commission/article-180216#" target="_blank">EurActiv&#8217;s overview</a>.</p>
<p>[first updates on Netherlands and Denmark on 2009-8-31]</p>
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		<title>Kampagne für Wolfgang Schäuble als EU Kommissar</title>
		<link>http://blog.jan-seifert.eu/kampagne-fur-wolfgang-schauble-als-eu-kommissar/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 23:47:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Diese Woche hat die CDU endlich ihre Plakatmotive zur Bundestagswahl vorgestellt. Kaum überraschend für die CDU geht es einmal wieder vorrangig um Köpfe ihres bekannten Spitzenpersonals. Netzpolitik und andere haben sich zu Recht gleich über die provozierenden Gebote von &#8220;Freiheit und Sicherheit&#8221; vor Innenminister Wolfang Schäuble hergemacht. Ausgezeichnet ist in diesem Zusammenhang ihr Remix-Tool für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/schaublecommissioner.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-570" title="Deutschlands EU Kommissar" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/schaublecommissioner.jpg" alt="Deutschlands EU Kommissar" width="400" height="282" /></a></p>
<p>Diese Woche hat die CDU endlich ihre Plakatmotive zur Bundestagswahl vorgestellt. Kaum überraschend für die CDU geht es einmal wieder vorrangig um Köpfe ihres bekannten Spitzenpersonals. <a href="http://netzpolitik.org/2009/der-schaeuble-plakat-remix-wettbewerb/" target="_blank">Netzpolitik</a> und andere haben sich zu Recht gleich über die provozierenden Gebote von &#8220;Freiheit und Sicherheit&#8221; vor Innenminister Wolfang Schäuble hergemacht. Ausgezeichnet ist in diesem Zusammenhang ihr <a href="http://ngin.de/cduremix/" target="_blank">Remix-Tool</a> für einen veränderten Text über Schäuble.</p>
<p>Ich hab dies zum Anlass genommen, meine letzte Hoffnung für eine bessere Freiheitspolitik in einem Abschieben von Schäuble nach Brüssel auszudrücken und eröffne hiermit offiziell seine Kampagne &#8220;Ich bin der Überwachungs-Opa, schickt mich nach Europa&#8221;:</p>
<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/uberwachungsopa.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-571" title="Überwachungsopa" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/08/uberwachungsopa.jpg" alt="Überwachungsopa" width="400" height="282" /></a></p>
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		<title>Die Gefahr der Großen Koalition</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 17:25:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum Jahreswechsel saß ich mit einem Grünen zusammen und wir haben sehr allgemein über die Zukunft der Grünen geplaudert. Wir sahen Möglichkeiten für die Grünen, dass sie sich in den kommenden Jahren mit den richtigen Inhalten bundesweit gen 15% entwickeln könnten, vielleicht sogar müssen. Mittlerweile sind wir dieser Zukunft wohl näher, als wir es damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/grosse_koalition.gif"><img class="alignleft size-medium wp-image-560" title="Große Koalition" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/grosse_koalition-300x163.gif" alt="Große Koalition" width="300" height="163" /></a>Zum Jahreswechsel saß ich mit einem Grünen zusammen und wir haben sehr allgemein über die Zukunft der Grünen geplaudert. Wir sahen Möglichkeiten für die Grünen, dass sie sich in den kommenden Jahren mit den richtigen Inhalten bundesweit gen 15% entwickeln könnten, vielleicht sogar müssen. Mittlerweile sind wir dieser Zukunft wohl näher, als wir es damals erwartet konnten. Im Bund stehen die Grünen seit wenigen Wochen bei 13% und in Schleswig-Holstein, einem &#8220;normalen&#8221; westdeutschen Flächenland gar bei 14%.</p>
<p>Ich habe mehr und mehr den Eindruck, dass sich im deutschen Parteiensystem spätestens seit 2005 fundamentale Veränderungen vollziehen. Wenn wir auf einige Nachbarländer schauen, können wir vielleicht einige Muster sehen. Was ist seitdem passiert?<br />
Sowohl für den Bund wie auch in (westdeutschen) Bundesländern wurden Große Koalitionen bis 2005 als Ausnahme angesehen oder hatten bis dato nicht stattgefunden. Es gab einige Jahre Große Koalitionen in Baden-Württemberg (92-96) und in Bremen (95-2007). Erst 2005 kam in Schleswig-Holstein wieder eine große Koalition an die Macht (interessanterweise im gleichen Jahr wie im Bund). Im Osten war die Lage von Anfang an anders<span id="more-558"></span>, da es im Osten von Anfang an faktisch nur ein 3-Parteien System mit 2 Stimmungsparteien (Grüne und FDP) sowie einer Protestpartei (Nazis) gab. Man kann wohl sagen, dass Große Koalitionen bis 2005 als Ausnahmekoalitionen angesehen wurden. Dies hat sich meiner Meinung nach seit 2005 radikal verändert. Dafür gibt es verschiedene Gründe &#8211; und es hat möglicherweise folgenschwere Konsequenzen für unser Land. Nämlich Stillstand und eine Radikalisierung des Parteienspektrums.</p>
<p><strong>Gründe für die Rückkehr der Großen Koalitionen</strong></p>
<p>Ganz praktisch gesehen sind und bleiben Große Koalitionen weiterhin der kleinste gemeinsame Nenner, aber oft auf Grund der gegebenen Konstellationen der einzige Ausweg. Entweder weil nur so die Regierungsbeteiligung radikaler Parteien (Rechte oder Linke) erhindert werden kann oder weil 3-Parteienkonstellationen nicht funktionieren (z.B. die rechnerische 1-Stimmen-Mehrheit von Heide Simonis 2005, die bei geheimer Abstimmung nicht gehalten hat) bzw. noch nicht „reif“ sind (rot-grün-rot oder Jamaika). Dass es überhaupt zu dieser Situation gekommen ist, hat natürlich tiefer gehende Gründe. Diese sind meiner Meinung nach zu gleichen Teilen soziologisch wie auch politisch.<br />
Die größte Veränderung im deutschen Parteiensystem ist der Untergang der SPD, zu dem <a href="http://blog.jan-seifert.eu/?p=547" target="_blank">ich mich hier ausführlich geäußert habe</a>. Das dadurch hervorgerufene Erstarken einer Partei links der SPD (Partei Die Linke, PDL) ist zwar im europäischen Vergleich nicht atypisch aber hat eben ihre Konsequenzen in Deutschland. Zum ersten macht sie gerade auf Grund der feindlichen Attitüde von Oskar Lafontaine eine Zusammenarbeit im linken Lager bisher unmöglich. Zum anderen finden sich die Grünen in einer neuen Rolle wieder. Der Druck auf Bündnisse mit CDU und FDP verstärken sich. Solange aber weder die Grünen mit CDU (und FDP) (und umgekehrt) bündnisfähig oder –willig sind, und gleichzeitig die SPD (zumindest im Bund und entscheidenden Ländern wie Hessen) Koalitionen mit der PDL ausschließt, bleiben leider einfach nur Große Koalitionen.<br />
Aber selbst wenn Grüne und CDU/FDP bündnisfähiger werden und/oder die Linke regierungsfähig wird, mag es trotzdem politische, wahltaktische, persönliche oder historische Gründe geben, warum auf Bundes- oder Landesebene solche Koalitionen nicht funktionieren. Ein offensichtlicher Fall sind knappe Mehrheiten wie 2005 in Schleswig-Holstein, eine andere Frage ist, ob sich CDU und Grüne noch mal eine Koalition wie in Hamburg leisten können, nachdem sie im Wahlkampf noch frontal aufeinander losgegangen sind.</p>
<p><strong>Gewöhnen wir uns (bitte nicht) an Große Koalitionen</strong></p>
<p>Das Ausgrenzen der Linkspartei (und ihrer Wähler) führt fast zwangsläufig zu Großen Koalitionen, sofern es nicht für schwarz-grün (s. Hessen) oder rot-grün (s. Bremen) reicht. Während dies in einigen Bundesländern noch der Fall sein mag, scheinen die Präferenzen und Verteilungen auf Bundesebene stabiler und ausgewogener zu sein. Der Ausgang der Bundestagswahl am 27. September bleibt spannend und ich glaube nicht, dass CDU und FDP zu einer eigenen Mehrheit finden (wobei man den <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=%DCberhangmandate+st%E4rken+Schwarz-Gelb&amp;id=65872332&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=%FCberhangmandate&amp;quellen=&amp;qcrubrik=recht" target="_blank">Überhangmandat-Effekt</a> nicht außer acht lassen darf). Da gerade viele Heißmacher in den Medien die Einbindung der PDL weiter ablehnen und die Lage bei FDP und Grünen für Dreierbündnisse sehr komplex ist, droht die erneute Gefahr einer Großen Koalition. Nicht anders sieht es auf Landesebene aus- So lange sich der Druck auf FDP und Grüne nicht erhöht, bündnisfähiger ins „andere“ Lager zu werden – bzw. die SPD nicht ehrlicher mit der PDL umgeht.<br />
Traurig aber wahr scheint die Große Koalition in Deutschland weiter als Entschuldigung zu taugen – und wird als „das kleinere Übel“ allerorts hingenommen. Diese Einschätzung halte ich für falsch und die Entwicklung für fatal:</p>
<p><strong>Folgenschwere Konsequenzen für Deutschland – der Bankrott der Großen Koalitionen</strong></p>
<p>Nicht erst jahrzehntelange Erfahrungswerte aus Österreich sollten uns klarmachen, dass Große Koalitionen langfristig nicht nur keine Lösungen sind, sondern zu einem Teufelskreis führen können. Ironischerweise stehen diese Erfahrungswerte im krassen Widerspruch zu den strukturellen Gestaltungsmöglichkeiten, die eine Große Koalition mit verfassungsändernder Mehrheit hätte.<br />
Schauen wir uns zuerst die ganz oberflächlichen Ergebnisse der Großen Koalitionen auf Landesebene (hier: Bremen und Schleswig-Holstein) sowie im Bund seit 2005 an. Die Große Koalition in Bremen war sich v.a. in einem einig: der Verhinderung struktureller Reformen und der „Sonderstellung“ des Landes, um Bundeszuschüsse einzufordern. Dies führte zu Großprojekten, die keiner brauchte und einer Verschuldungspolitik, die ihresgleichen suchte in Deutschland. Nicht anders sieht es in Schleswig-Holstein aus. Was bleibt von 4 Jahren schwarz-rot ist ein quasi bankrottes Bundesland: eine Landesbank (HSH Nordbank), die <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,636741,00.html" target="_blank">völlig außer Kontrolle geraten ist</a> und eine Sparpolitik, mit der nun vor wenigen Wochen das Einsparen von weniger als 10 Planstellen im Landesdienst für 2010 (!) beschlossen wurde, während allein unter rot-grün mehr als 200 Stellen eingespart wurden. Zudem hat diese Landesregierung die überfällige Verwaltungs- und Kreisstrukturreform völlig an die Wand gefahren. Der einstige Marktführer bei erneuerbaren Energien spielt mittlerweile in Deutschland gerade noch im Mittelfeld mit. Frage einen Menschen in Schleswig-Holstein, ob diese Landesregierung auch nur ein positives Projekt auf den Weg gebracht hat! &#8211; Mir fällt keines ein.<br />
Im Bund sieht es kaum besser aus. Der einzige Lichtblick ist die Föderalismusreform I, die einige Strukturen verbessert hat (aber auch einige wie die Bildung und Umwelt verschlechtert) und immerhin europapolitisch Dank Frau Merkel meist eine vernünftige Rolle spielte. Von den notwendigen strukturellen Reformen sieht man aber genau gar nichts. Die Gesundheitsreform ist ein teurer Witz, der die Nachteile von SPD und CDU-Modellen zusammenbringt. Ansonsten hat die Regierung die Mehrwertsteuer erhöhnt und seit 2 Jahren außer neuen Schulden genau gar nichts produziert. Sieht so Gestaltungspolitik aus? Auf keinen Fall.<br />
Die traurige Erkenntnis aus allen drei Beispielen ist, dass die Beharrungskräfte innerhalb der beiden Volksparteien noch zunehmen, wenn sie zusammen in der Regierung sitzen. Keiner will Kompromisse machen. Und wenn Reformen nicht einmal im Kleinen funktionieren (Umweltgesetzbuch, Gentechnik etc), dann finden sie umso weniger in den Bereichen statt, wo dringender Handlungsbedarf in Deutschland besteht: den Krankenversicherungen und der Rente sowie der administrativen Modernisierung.<br />
So muss man einfach zu der Erkenntnis kommen, dass diese Regierung schlimmer als anderen zuvor war (wobei rot-grün in beiden Perioden sogar ziemlich positiv war). Sie hat uns in Zeiten des größten Wachstums – und Zeiten der härtesten Krise im Stich gelassen, weil auch der kleinste Kompromiss nicht machbar war. Wenn man sich auf der anderen Seite anschaut, wie die Agenda 2010 beschlossen wurde, dann wundert man sich doch, was möglich ist. Damals hatte rot-grün eine Mehrheit von ca 4 Stimmen im Bundestag und einen Bundesrat, der tief schwarze Mehrheiten hatte. Trotzdem ist es Schröder-Fischer damals gelungen die Systemreform der deutschen Arbeitslosenversicherung auf den Weg zu bringen. Nichts ist mehr wie es einmal war&#8230;</p>
<p><strong>Die Gefahr der politischen Polarisierung</strong></p>
<p>Was in der Bundesregierung bisher zum Glück meist unterschwellig lief, war in Schleswig-Holstein mehr als offensichtlich: das Misstrauen gegenüber dem Koalitionspartner und das nicht-gönnen auch nur kleinster Erfolge. Gerade weil beide Parteien sich als Gegner verstehen müssen, die bei der nächsten Wahl eigene andere Mehrheiten mobilisieren wollen (und müssen), können sie so wenig aufeinander zu gehen. Bei rot-grün oder schwarz-gelb ist das natürlich anders. Am Ende führt das aber dazu, dass die Bevölkerung ein dauerndes Bild von Streit (und Stillstand) bekommt. Dies führt zu Enttäuschung und schwächt das Vertrauen in die Demokratie. Menschen wenden sich entweder ganz von der Politik ab oder halt den Alternativen der Großparteien zu. Davon profitieren derzeit alle drei kleineren Parteien (Grüne, FDP, Linke). Das kann gut sein (wenn man es wie die Grünen für die Entwicklung neuer Profile nutzt), es kann aber auch saugefährlich werden, wenn es dem billigen Populismus des Lafontaine zuträgt oder dem wirtschaftlich schädlichen Steuersenkungsdiskurs von FDP und CSU falsche Unterstützung vorheuchelt. Vielleicht können wir von Glück reden, dass wir trotz allem noch drei relativ &#8220;vernünftige&#8221; kleinere Parteien haben, die diese Enttäuschungen (im Bund) auffangen. Es kann aber eines Tages genausogut zur Haiderisierung à la Österreich oder dem Pim Fortuyn Effekt führen. Die CSU und ihre neue Europapolitik geht schon genau in diese Richtung. Wenn CDU und SPD nicht aufpassen und noch ein oder zwei Perioden aus Gründen der Gemütlichkeit auf gemeinsame Stillstandskoalitionen setzen, dann kann es auch einmal ganz schnell gehen und auch die CDU ist rechts nicht mehr allein.<br />
Insgesamt spricht also nicht nur die traurige politische Bilanz der Großen Koalitionen in den Ländern und im Bund für ein Ende dieses Zweckbündnisses. Die viel größere Herasusforderung geht darüber hinaus und ist betrifft das Wesen unserer Demokratie und Republik. Ich hoffe, dass die Bündnisfähigkeit aller Parteien spätestens nach den Bundestagswahlen 2009 steigt und wir Große Koalitionen wieder zur Ausnahme machen. Vielleicht geht es dann auch mit Deutschland wieder voran. Zumindest wird es wieder um Politik und politische Ideen geben. Das ist vielleicht das wichtigste.</p>
<p>[Grafik von <a href="http://winglog.wordpress.com/category/politik/page/6/" target="_blank">wingLog</a>]</p>
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		<title>Die Schwäche der SPD und die Implikationen</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 17:56:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es wird über viel über die anstehenden Wahlen gesprochen und eine Umfrage jagt die nächste. Der tragische Untergang der SPD wird aber kaum noch analysiert. Ich habe fast die Angst er wird so hingenommen. Im folgenden will ich ein paar grundsätzliche Überlegungen zur Diskussion stellen.
Gerhard Schröder: Anfang oder Ende der (neuen) SPD?
Die unglaubwürdige Reformpolitik von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/niemandspd.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-554" title="Niemand wird SPD wählen" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/niemandspd-300x212.jpg" alt="Niemand wird SPD wählen" width="300" height="212" /></a>Es wird über viel über die anstehenden Wahlen gesprochen und eine Umfrage jagt die nächste. Der tragische Untergang der SPD wird aber kaum noch analysiert. Ich habe fast die Angst er wird so hingenommen. Im folgenden will ich ein paar grundsätzliche Überlegungen zur Diskussion stellen.</p>
<p><strong>Gerhard Schröder: Anfang oder Ende der (neuen) SPD?</strong></p>
<p>Die unglaubwürdige Reformpolitik von Schröder führte zu den größten Verrückungen im deutschen Parteiensystem seit Entstehen der Grünen. Dass es das Erstarken der Partei die Linke (PDL) ohne Schröders Agenda 2010 Politik nicht gegeben hätte (oder nicht in dieser Geschwindigkeit und Intensität), ist wohl unumstritten. Die Ironie an der Sache ist doppelt. Zum einen waren Kernelemente der Reform so wichtig für das Land wie kaum eine Reform seit der Expansion des Wohlfahrtsstaates. Zum anderen hätte Schröder die Reform nach dem Wahlerfolg 1998 höchstwahrscheinlich ohne das Erstarken einer Partei links der SPD durchführen können, wenn er nicht so ein Angsthase und umfragenhörig gewesen wäre.<br />
Das Ergebnis ist jedenfalls klar<span id="more-547"></span>. Für die &#8220;Sozialdemokraten in der SPD&#8221; und viele Freunde der horizontalen Verteilungsgerechtigkeit war die Agenda 2010 ein Schritt zu viel. Und dass links von einer sozialdemokratischen &#8220;Volkspartei&#8221; (hier: SPD) Platz für eine radikalere Version der gleichen Denke bleibt, ist mehr die Regel als die Ausnahme in unseren west- und nordeuropäischen Nachbarländern.<br />
Neben Schröders schlecht organisierter Reformpolitik gibt es aber auch tiefgreifendere Gründe für die Erosion des alten Parteiensystems.</p>
<p><strong>Soziologische Erklärungen für den Wandel der SPD und ihrer Wähler</strong></p>
<p>Es ist nichts Neues, dass die Bindungskraft der alten Volksparteien CDU/CSU und SPD abgenommen hat. Sie hat dies kontinuierlich seit den 70er Jahren getan, auch wenn es immer wieder Ausreißer gab. Interessant dabei ist aber, dass die SPD strukturell auf Bundesebene immer die deutlich schwächere der beiden Volksparteien war und zum anderen jetzt die Volkspartei ist, die diesen Status ganz zu verlieren droht, weil sie bundesweit seit der Wahl 1980 (mit Ausnahme von 1998) nie wieder die 40% erreicht hat und seit der Bundestagswahl 2005 in den Umfragen kaum mehr die 30% schafft. Wenn man sich Länder wie die Niederlande oder Dänemark anschaut, die uns in gewisser Weise demografisch und gesellschaftlich einen Schritt voraus sind (ohne das jetzt beurteilen zu wollen), dann kann man davon ausgehen, dass sich auch die deutsche SPD eher Richtung 20% als Richtung 30% orientieren sollte.<br />
Weitere Gründe sind die zunehmende Individualisierung, die sich u.a. in einem Bedeutungsverlust der para-sozialdemokratischen Verbände (Gewerkschaften, Sozialverbände, Sportklubs) ausdrückt. Viele Menschen sind aber auch viel informierter und treffen weniger milieugesteuerte als vielmehr differenzierte Wahlentscheidungen je nach Wahl, Thema und Zeitpunkt. Welcher ursprünglich sozialdemokratische Wähler hat im Gespräch mit mir nicht schon erwähnt, auch öfters schon Grün gewählt zu haben. – Auf der anderen Seite bleibt die größte Herausforderung der SPD ihre Wähler überhaupt zu mobilisieren. Das ist ihr sogar 2005 noch gut gelungen, seitdem aber kaum mehr bei Landtags- und Europawahlen.</p>
<p><strong>Der Abstieg der deutschen Sozialdemokratie als Milieuspaltung</strong></p>
<p>Zwei Hauptgründe sehe ich als Ursachen für den Verfall der Sozialdemokratie. Auf Grund ihrer primär soziologischen Muster halte ich ihn deswegen auch für kaum umkehrbar. &#8211; Das traditionelle industriell geprägte Milieu der Sozialdemokratie schrumpft wohl fast parallel zum Anstieg dienstleistungsorientierter Jobs oder industrienaher Dienstleistungen. Arbeiter in diesen Bereich werden nicht mehr sozialdemokratisch sozialisiert. &#8211; Diese Arbeiter bleiben aber weiterhin die Gewinner des bundesrepublikanischen Erwerbssystems. Sie wenden sich FDP, CDU oder Grünen zu. Auf der anderen Seite bleiben die Verlierer unserer Volkswirtschaft. Es sind die schlecht gebildeten in prekären Jobs oder die schlecht bezahlten und mittlerweile kontraktierten Industriearbeiter (wenn sie denn Arbeit haben). Sie fühlen sich von der SPD im Stich gelassen &#8211; wie auch vom &#8220;System&#8221; allgemein, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht. Sie schieben die Fehler (zu Recht) auf ein Politikversagen (nämlich dass die Sozialdemokraten seit den 70ern die Aufstiegschancen und -verantwortung durch Bildung vernachlässigt haben) und/oder (zu Unrecht) auf die &#8220;anderen&#8221; &#8211; nämlich Lafontaines &#8220;Fremdarbeiter&#8221;. Diese Gruppen sind damit empfänglich für offenen oder unterschwelligen Populismus, der bis in den Rassismus gehen kann. Ob sie überhaupt noch am Gemeinwesen partizipieren (und z.B. wählen gehen), hängt von den Angeboten ab. Anti-Parteien Parteien wie die Lafontaine-PDL oder Rechte sind oft ihr letzter Bezugspunkt. Die SPD hat sich bisher anerkennenswerter Weise (anders als dänische oder teilweise niederländische Sozialdemokraten) verweigert auf diesen Trend durch xenophobe Tendenzen zu reagieren (der hat nämlich auch in DK und NL den Niedergang nicht aufhalten können). Sie täte noch besser daran, wieder verstärkt auf diese Milieus zuzugehen und ehrliche, fordernde Auswege aus der Krise zu zeigen. Bei aller Sozialromantik der Grünen, werden diese in absehbarer Zeit &#8211; außer vielleicht bei bestimmten Migrantenmilieus &#8211; diesen Zugang nicht gewinnen. Drittens verbleibt die letzte Säule der SPD &#8211; die Mitarbeiter im und um den öffentlichen Dienst. Sie sind staatlich abgesichert und unabhängig von den Entwicklungen der Realwirtschaft. Verstärkt sich ihr Einfluss in der SPD, kann dies zu einem Teufelskreis werden, wenn sich letztlich nur noch aus diesem sozial aktiven Milieu die Aktiven rekrutieren und der Kontakt zu den anderen beiden Säulen (qualifizierte Industriearbeiter; Geringqualifizierte) verloren geht.<br />
Der öffentliche Sektor, der bis in die 80er Teil auf Grund von Expansion aber auch Öffnung zu allen Bevölkerungsschichten den sozialen Aufstieg all derer ermöglichte, die durch Bildung ihre soziale Aufwärtsmobilität ermöglichten, steht heute in der Gefahr zum Gegenteil zu verkommen. Die Beharrungskräfte des öffentlichen Sektors sind stark. Wenn im Zeichen von Krisen alle den Gürtel enger schnallen müssen, bleibt die Schnalle des öffentlichen Sektors dort, wo sie immer war. Dies verhindert aber auch die notwendige Umorientierung innerhalb des öffentlichen Sektors. Trotz aller emanzipatorischer Retorik der SPD, werden Frauen immer noch deutlich schlechter bezahlt und gerade „Frauenberufe“ wie Erziehung und Pflege sind notorisch unterfinanziert und unterbesetzt.</p>
<p><strong>Schwache SPD lässt Raum für neue Konstellationen</strong></p>
<p>Die Stimmen, die die SPD nun nicht mehr bekommt, gehen natürlich nicht verloren sondern haben sich in den letzten vier Jahren im Wesentlichen zwischen Grünen, PDL und Nichtwählern aufgeteilt. Interessant ist damit ja auch, dass sowohl im Bund wie auch in mehreren Landtagen &#8220;linke&#8221; Mehrheiten bestehen, wenn man die Stimmen von SPD, Grünen und PDL addiert. Spätestens nach dem Abtritt von Lafontaine und nach den Wahlen 2009 werden die drei Parteien stärker aufeinander zugehen müssen und Bündnisse werden stattfinden. Dies ist auch einer der zentralen Auswege aus dem Dilemma der Großen Koalitionen. Es wird an SPD (und Lafontaine?) liegen, den Weg dafür zu bereiten. Daneben halte ich es auch weiterhin für möglich, dass die SPD die (verlorenen) PDL-Wähler wieder an sich bindet. Aber dafür braucht sie in erster Linie neue Ideen, dann Kraft &#8211; und möglicherweise die Oppositionsbänke im Bund.<br />
Die andere Frage ist, ob die SPD jemals in der Lage sein wird, die vielen rot-grünen Wechselwähler wieder an sich zu binden. Ich sehe dafür im Moment einfach keine glaubwürdige Geschichte bei der SPD. Die Grünen haben eine solche (den Green New Deal und die notwendige Vereinbarkeit von industrieller mit ökologischer Entwicklung) und v.a. haben sie in der ersten wie auch in der zweiten Reihe ausgezeichnetes Personal. Wenn sie sich nach den kommenden Wahlen weitere Streitigkeiten über Bündnisse ersparen und den Kurs der Eigenständigkeit fortsetzen, bilden sie nicht nur eine glaubwürdige politische Alternative sondern einen zentralen Machtfaktor.<br />
Wie sich die Lage für die SPD und die &#8220;linken&#8221; Parteien weiterentwickelt, hängt nun zentral von der SPD ab. Wird sie in der Lage sein rot-grün-rote Bündnisse einzugehen? Falls ja, kann sie mit der Einbindung der PDL ihre prozentualen Verluste kompensieren und trotzdem Kanzlerpartei bleiben. Schafft sie es nicht, werden die Grünen in eine andere Lage gedrängt und müssen fast zwangsläufig koalitionsfähig mit CDU allein &#8211; oder in Kombination mit der FDP werden. Das kann eine komfortable Position sein, wenn man damit in die alte Rolle der FDP als Königsmacherin (oder -mörderin) schlüpft. Sie birgt aber genauso wie bei der FDP die Gefahr der Profillosigkeit, unter der die FDP immer noch leidet.</p>
<p><strong>Gibt es einen Ausweg für die SPD?</strong></p>
<p>Ich glaube es gibt ihn, aber trotzdem wird die SPD nie wieder so stark wie früher werden. Ihr Ziel muss es sein, die verlorenen Wähler an die Linke zurückzugewinnen und andererseits Partei der Mitte zu bleiben. Einiger Wähler der Grünen werden damit zwangsläufig zurückkommen, viele werden bei den Grünen bleiben, weil die Gesellschaft sich weiter entwickelt hat. Das wichtigste für die SPD ist, eine neue Geschichte zu entwickeln. Ich glaube, dass sie das könnte und dass eine solche Geschichte sich stark um die Idee der Gleichheit drehen muss. Wahrscheinlich braucht die SPD dafür die Oppositionsbänke im Bund. Mit der Entwicklung einer neuen Idee muss sie auch in der Lage sein, wieder neues Personal anzusprechen. Es muss Schluss sein mit den Bieder(stein)meiern, den Opportunisten (von Wowereit bis Müntefering) und der Linkstümmelei, mit der eine Volkspartei nie für die Mitte wählbar ist. Die SPD muss sich endlich wagen, die wirklich Schwachen in unserer Gesellschaft nach vorne zu stellen – und nicht die Politfunktionäre à la Nahles, Stegner, Böhning oder Annen. Wenn sie wieder Politik von normalen Menschen für normale Menschen macht, dann gewinnt sie in ihren Kernmilieus und bei der Linken wieder dazu. Es gibt genug Verlierer in unserer Gesellschaft, die sich nach einer Kraft sehnen, die sich für sie einsetzt. Ab Ende September sollte die SPD Zeit haben, sich darüber Gedanken zu machen.</p>
<p>[Grafik von <a href="http://www.antibuerokratieteam.net/2009/04/26/niemand-wird-spd-waehlen/" target="_blank">http://www.antibuerokratieteam.net/</a> bzw. Julis Thüringen]</p>
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		<title>Britische Umweltverbände verklagen Regierung über Klimapolitik der &#8220;geretteten&#8221; Banken</title>
		<link>http://blog.jan-seifert.eu/britische-umweltverbande-verklagen-regierung-uber-klimapolitik-der-geretteten-banken/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 20:58:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die britische Regierung die Mehrheit bei den größten heimischen Banken übernommen hat, folgt nun die nächste Herausforderung. Drei englische NGOs verklagen die Regierung, weil sie beim Management der übernommenen Banken (wie RBS) den eigenen Ethik-Standards nicht gerecht wird. Mehr dazu im Bericht der Financial Times oder direkt bei Stopclimatechaos oder World Development Movement (WDM).
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/scc.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-540" title="Stop Climate Chaos" src="http://blog.jan-seifert.eu/wp-content/uploads/2009/07/scc.gif" alt="Stop Climate Chaos" width="210" height="111" /></a>Nachdem die britische Regierung die Mehrheit bei den größten heimischen Banken übernommen hat, folgt nun die nächste Herausforderung. Drei englische NGOs verklagen die Regierung, weil sie beim Management der übernommenen Banken (wie RBS) den eigenen Ethik-Standards nicht gerecht wird. Mehr dazu im <a href="http://www.ft.com/cms/s/0/f0783960-650d-11de-a13f-00144feabdc0.html?nclick_check=1" target="_blank">Bericht der Financial Times</a> oder direkt bei <a href="http://www.stopclimatechaos.org/09/jun/government-faces-environmental-legal-challenge-over-rbs" target="_blank">Stopclimatechaos</a> oder <a href="http://www.wdm.org.uk/news/legalchallenge30062009.htm" target="_blank">World Development Movement</a> (WDM).</p>
<p>Die drei klagenden Gruppen berufen sich in ihrer Klage auf die ethischen Vorgaben wie auch auf die allgemeinen Politiken der Regierung, die sich gern als Vorreiter gegen den Klimawandel versteht. Hauptziel ihrer Klage ist dabei die Royal Bank of Scotland (RBS), die sich in der Vergangenheit selber als die &#8220;oil and gas bank&#8221; bezeichnet hat und seit der Übernahme durch den Staat nicht unbedingt durch &#8220;bessere&#8221; Kreditpolitik aufgefallen ist. Zu ihren letzten Kunden gehören (Zitat von <a href="http://www.wdm.org.uk/news/legalchallenge30062009.htm" target="_blank">WDM)</a>:<span id="more-538"></span></p>
<blockquote><p>£6 billion to controversial energy giant <strong>E.ON</strong>, which is aiming to build the first new coal power station in the UK for over 20 years.</p>
<p>In January 2009, RBS helped raise £400 million for the Irish company <strong>Tullow Oil</strong>, and in March 2009 RBS was part of a consortium of 14 banks that lent £1.4 billion to Tullow Oil. Tullow Oil is involved in the exploration and extraction of oil on the border between Uganda and the Democratic Republic of Congo (DRC). This area has seen some of the fiercest fighting in an extractive resource-driven civil war as rival armies and militias have struggled for control of the land, leading to thousands of civilian deaths and refugees.</p>
<p>£116 million for <strong>Cairn Energy</strong>, a Scottish oil company, to be used for &#8216;accelerated drilling&#8217; in arctic Greenland.</p></blockquote>
<p>Ich finde diese Aktion äußerst spannend und bin mal sehr interessant, wie sich der Fall entwickelt. Wahrscheinlich hat die deutsche Bundesregierung nicht mal eigene Nachhaltigkeitskriterien für ihre Staatsbeteiligungen. Falls doch, sollten sich auch deutsche Gruppen genau anschauen, an wen HypoRealEstate und andere Banken ihr Geld verleihen und wie es mit der Nachhaltigkeit bei anderen Unternehmen mit Staatsbeteiligung (oder -krediten) ausschaut. Opel lässt grüßen&#8230;</p>
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		<title>What a night! At least 46 Green MEPs</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 01:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Elections09]]></category>
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		<category><![CDATA[Rebecca Harms]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>This was a night! At least for the Greens. My <a href="http://blog.jan-seifert.eu/?p=521" target="_blank">guesstimate from last night</a> was seriously topped by the great showing of many Green Parties across Europe. In particular the French <a href="http://www.europeecologie.fr/" target="_blank">Europe Ecologie</a> went beyond anyone&#8217;s wildest imaginations and gained 14 seats. Together with the German Greens (also 14 seats) they alone secured a serious increase of Green MEPs. As of now it looks like the Greens have at least the following MEPs secured:</p>
<p>Austria: 1 (+ 1 after postal voting is counted in around Tuesday)<br />
Belgium: 3 (2 for Ecolo, 1 for Groen)<br />
Denmark 2 (+1 to gain from the Social Democrats, depending on personal votes/preferences that can probably only be declared late on Monday)<br />
Finland 2 (great showing, one more than I thought!)<br />
France: 14<br />
Germany: 14<br />
Greece: 1 (first Greek Green in the EP<span id="more-530"></span> &#8211; welcome!!)<br />
Luxemburg: 1<br />
Netherlands: 3<br />
Spain: 1<br />
Sweden: 2<br />
UK: 2 (but maybe one more from <a href="http://news.bbc.co.uk/1/shared/bsp/hi/elections/euro/09/html/ukregion_10.stm" target="_blank">Scotland</a> &#8211; either for Greens or SNP)</p>
<p>Besides the Green MEPs, EFA have stabilised their previous results and gained again 1 from Latvia, 1 from Spain, 3 from the UK (1 Welsh, 2 Scottish); moreover there is my hope that the Swedish Pirate Party MEP will join the Greens-EFA group.</p>
<p>In total this will &#8211; so far &#8211; make a group of 51 MEPs. If the Greens or SNP gain an additional one in Scotland, have the Pirate Party join and win SF&#8217;s third MEP in Denmark as well as the second Austrian, then the group size could go up to 55 MEPs. I have not yet understood what happened to László T?KÉS, the EFA member from Romania.</p>
<p>In any case the current group size of 51 MEPs equals 7% of the total share of MEPs, 55 MEPs would equal 7,5%. This would be an increase from 5,5% at the end of the 2004-2009 term. In consequence the % increase is quite substantial (1,5-2%) and should go along with a broader allocation of group staff and financial resources.</p>
<p>Finally, given the impressive showing of both their national parties, there is hardly any argument now you can put forward against a new Green Group co-leadership under Rebecca Harms and Dany Cohn-Bendit (if they both want it).</p>
<p>The European Parliament should have the overall results up <a href="http://www.elections2009-results.eu/en/index_en.html" target="_blank">here</a>. Hopefully, there will also be soon all the names of those elected!</p>
<p>NB. Good that I have not put any money behind yesterday&#8217;s guesstimate &#8211; and even better that the deviation went strongly in the right direction <img src='http://blog.jan-seifert.eu/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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